GDK ist die Low-Level-Bibliothek, die von GTK+ zur Interaktion mit dem System für grafische und Eingabegeräte verwendet wird. Obwohl Sie GDK im Anwendungscode kaum direkt verwenden werden, enthält es doch alle notwendige Funktionalität zum Darstellen von Text und Objekten auf dem Bildschirm sowie zur Interaktion des Benutzers mit den verschiedenen Eingabegeräten.
GDK ermöglicht Ihnen den Zugriff auf von Tastaturen, Mäusen oder anderen Eingabegeräten ausgelöste Ereignisse, im Gegensatz zu den in GTK+ verwendeten High-Level-Signalen. GDK stellt auch Low-Level-Routinen für Ziehen-und-Ablegen und die Daten in der Zwischenablage des Systems zur Verfügung. Wenn Sie eigene Bedienungsmöglichkeiten implementieren, dann dürften Sie auf diese Funktionsmerkmale zugreifen wollen, um eine saubere Interaktion mit dem Benutzer zu gewährleisten.
GDK stellt weitere Funktionalität bereit, die für die Implementation eines kompletten grafischen Werkzeugkastens wie GTK+ erforderlich ist. Weil sich GTK+ als Plattform-Abstraktion versteht, was dir Verwendung in verschiedenen Umgebungen ermöglicht, stellt es eine API für alle von GTK+ benötigte Systemfunktionalität bereit. Das schließt Informationen über die Anzeige auf mehreren Bildschirmen ein, die Auflösung und Farbtiefe, Farbpaletten und Zeiger.
Sie sollten GDK immer dann verwenden, wenn Sie Zugriff auf das darunterliegende Fenstersystem benötigen, wie beispielsweise Zugriff auf Ereignisse, Fenster oder die Zwischenablage. Die Nutzung von GDK für derartige Aufgaben stellt sicher, dass Ihr Code portierbar ist und sich in den restlichen GTK+-Code gut integriert. Die simplen Zeichenroutinen in GDK sollten nicht verwendet werden. Stattdessen sollten Sie die erweiterte Funktionalität nutzen, die Cairo zur Verfügung stellt.
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