GTK+ ist die primäre zur Erstellung von Benutzeroberflächen verwendete Bibliothek in GNOME. Sie stellt alle Bedienelemente bereit, auch Widgets genannt, die in einer grafischen Anwendung zum Einsatz kommen. Ihre moderne, objektorientierte Schnittstelle erlaubt Ihnen die Erstellung attraktiver und kultivierter Benutzeroberflächen, ohne dass Sie sich mit den Hintergrunddetails des Zeichnens oder der Interaktion mit Geräten befassen müssen.
Zusätzlich zu den grundlegenden Widgets wie Knöpfen, Ankreuzfeldern oder Texteingabefeldern stellt GTK+ auch eine mächtige Model-View-Controller-(MVC-)Schnittstelle für Baumansichten, mehrzeilige Textfelder sowie Menü- und Werkzeugleisten-Aktionen bereit.
Die Widgets in GTK+ werden innerhalb von Fenstern in einem Box-Anordnungsmodell platziert. Die Programmierer legen fest, wie die Widgets in Containerboxen angeordnet werden sollen, ohne dass diese direkt in unveränderliche Positionen gesetzt werden müssen. GTK+ stellt dabei sicher, dass die Fenstergrößen optimal auf deren Inhalt abgestimmt sind. Die Anpassung der Fenstergröße erfolgt dabei automatisch.
Weil GTK+ eine über eine flexible API verfügt, ist der Entwurf zusätzlicher Widgets recht einfach. Es existiert eine Reihe von Drittanbieter-Bibliotheken, die zusätzliche Widgets anbieten. Viele Entwickler haben bereits eigene, für ihre speziellen Zwecke benötigte Widgets erstellt.
GTK+ kümmert sich um die schwierigen Einzelheiten der Benutzeroberflächen und Benutzer-Interaktionen. Eine simple und doch mächtige API erlaubt es Ihnen, sich auf die Details Ihrer Anwendung zu konzentrieren. Die mit GTK+ entwickelten Anwendungen folgen automatisch den Benutzereinstellungen für Erscheinungsbild und Schriften, arbeiten hervorragend mit Barrierefreiheits-Technologien zusammen und bieten genau dass, was der Benutzer erwartet.
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